LinkedIn-Top-Voice werden: So hilft Positionierung dabei 

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Veröffentlicht: 7. Juli 2026

Lesezeit: 8 Minuten

Seit über 2 Jahren bin ich LinkedIn-Top-Voice und so haben unsere Marke und Positionierung uns dazu gebracht!

Logo der LinkedIn-TopVoice.

Das Wichtigste:

  • Mythos: Du wirst keine Top-Voice auf LinkedIn, indem du das tust, was den Algorithmus glücklich macht
  • Experten-Status: Um Top-Voice zu werden, musst du als wirklicher Experte in deinem Bereich gesehen werden
  • Sei hilfreich und Teil der Community: Um das zu schaffen, musst du die Probleme deiner Zielgruppe verstehen, Mehrwert liefern, eine einzigartige Marke aufbauen und eine Community aufbauen. 
  • Nische: Je strenger du bei deinem Thema bleibst und nur darüber postest, desto mehr wirst du als Autorität genau dafür gesehen. 

Mein LinkedIn-Account ist Top-Voice in der Nische »Digitale Barrierefreiheit«. (Hier geht es zu meinem Profil: Tobias Roppelt)

Screenshot vom Profil von Tobias Roppelt mit der LinkedIn-Top-Voice-Auszeichnung.

Und dieser Artikel zeigt dir, wie unsere Positionierung, Marke und unser Content dazu geführt haben, den Top-Voice-Status zu erhalten und gibt dir 9 Tipps, wie du das Gleiche tun kannst.

Mythen: Was du nicht brauchst, um Top-Voice zu werden. 

Bevor wir uns aber anschauen, was funktioniert, will ich zuerst ein paar Mythen aus dem Weg räumen, die angeblich beim LinkedIn-Erfolg helfen. 

Die 4 Mythen, die dich nicht zur LinkedIn-Top-Voice machen als Textbild

Mythos 1: Poste 5 Beiträge die Woche

Seit über drei Jahren poste ich ein- oder zweimal die Woche (gaaanz selten dreimal). Das hat ausgereicht, um Top-Voice zu werden.

Die Anzahl der Beiträge ist nicht relevant, solange die Beiträge selbst relevant für die Zielgruppe sind.

Wenn du 5 qualitativ hochwertige Beiträge in der Woche schreiben kannst, ist das vielleicht »besser« – aber eben nicht zwangsläufig notwendig. 

Mythos 2: Schreibe viele Kommentare 

Kommentare sind gerade (Mitte 2026) das Ding auf LinkedIn und sehr hilfreich für die Reichweite.

Besonders lustige oder Rage-Bait-Kommentare gehen durch die Decke. Diese Kommentare bauen aber keinen Experten-Status auf und helfen dir auch nicht dabei, Thought-Leader deiner Nische zu werden.

Kommentare sind nicht nötig, um Top-Voice zu werden und manchmal sogar hinderlich!

Ich schreibe vielleicht jede Woche mal einen Kommentar.

Mythos 3: Poste unterschiedliche Beitragsformate

Mit Beitragsformat meine ich: Beitrag aus nur Text, Beitrag mit Bild, Karusselle, Videos und so weiter.

Es gibt unzählige Diskussionen darüber, wie hilfreich es für den Algorithmus ist, dass man unterschiedliche Formate postet. An Tag eins ein Bild, an Tag zwei ein Karussell und so weiter.

Seit 3 Jahren poste ich zu 95 % Posts mit einem Bild. Gleiches Format. Oft gleiches Prinzip hinter jedem Post. Das Bild zeigt einen praktischen Vergleich: »Das funktioniert« und »Das ist ein Fehler«.

Wie ist die Reichweite davon? Vollkommen unterschiedlich. Manchmal habe ich 1000 Impressionen und 30 Likes. Manchmal habe ich 40.000 Impressionen und 240 Likes.

Mythos 4: Mache, was der Algorithmus will

All die Dinge, die ich gerade gelistet habe (und viele mehr), haben ihren Ursprung in diesem Glauben: Es gibt einen unsichtbaren Algorithmus, dem jeder hinterherjagt.

Ich habe noch nie getan, was der Algorithmus will – oder was Leute behaupten, dass er gut findet.

Dinge, die ich nicht machen:

  • Externe Links nicht in den Post sondern in den ersten Kommentar schreiben
  • Beiträge von anderen kommentieren, bevor und nachdem man selbst gepostet hat
  • Leute animieren, die eigenen Beiträge zu speichern
  • Beitragsformate wechseln
  • Bilder so gestalten, dass Leute »eher stoppen«, um sie zu lesen

Kann es sein, dass das besser funktionieren würde? Kann es sein, dass man dadurch mehr Reichweite bekommt? Vielleicht.

Allerdings ist unser Ziel nicht mehr Reichweite, sondern als Experte gesehen zu werden und den LinkedIn-Top-Voice-Status zu bekommen.

7 Dinge, die wirklich helfen, um LinkedIn-Top-Voice zu werden

Nachdem ich dir (hoffentlich, zumindest ein bisschen) zeigen konnte, dass die Algo-Hacks nicht viel bringen, schauen wir uns jetzt an, was wirklich hilft, um Top-Voice zu werden.

Tipp 1: Liefere so viel Mehrwert wie nur möglich!

Ein Stern, der in 3D sich ein bisschen vom Boden abhebt und einer, der sehr hoch wächst. Es ist ein Symbol für mehr Mehwert liefern.

Um Top-Voice zu werden, musst du deinen Lesern mehr Mehrwert liefern, als es die anderen tun.

Dazu musst du wissen:

  • Was interessiert deine Zielgruppe?
  • Was sind ihre Probleme?
  • Wie kannst du ihnen helfen, ihr Problem zu lösen?

Meine Posts sind zum Beispiel oft Vergleiche davon, was nicht-barrierefrei ist und wie man es richtig macht.

Hier ist ein Beispiel-Post. (Der Post ist natürlich eigentlich Hochformat. Ich habe ihn nur für den Artikel umgebaut.)

Beispiel-Post von LinkedIn mit Vergleichen was für Texte funktionieren und welche nicht.

Diese Posts funktionieren für mich so gut, weil:

  • Die Leute haben Probleme damit, die Anforderungen an Barrierefreiheit zu verstehen
  • Ich das Problem sehr einfach und leicht verständlich herunterbreche
  • Man sich die Post speichert oder sie gern teilt, weil sie ein sehr spezifisches Problem lösen

Der Großteil meiner Post bietet meiner Zielgruppe (Designern, Content-Erstellern, Entwicklern, die sich mit digitaler Barrierefreiheit auseinandersetzen müssen) also direkt praktische Insights, wie sie ihr Problem lösen.

Das baut gleichzeitig großes Vertrauen auf, dass wir ihnen mit unserem Service (Schulungen und E-Learnings) noch mehr praktisches und leicht verständliches Wissen an die Hand geben.

Wenn du dich also zur LinkedIn-Top-Voice mausern willst, frage dich:

  • Wer ist die Zielgruppe (Buyer-Persona), die du ansprechen willst?
  • Wie kannst du der Zielgruppe so viel Mehrwert wie möglich bringen?

Tipp 2: Baue eine Marken-Autorität auf

Eine Schablone mit 4 Löchern, die für Markenautrotät stehen. Daneben 4 Formen, die in die Löcher passen, die unterschiedliche Kanäle wie Blogs, Podcasts, Gastbeiträge symbolisieren.

Durch unsere Positionierung hatten wir etwas, was kein anderer zu der Zeit in der Szene hatte: Wir haben digitale Barrierefreiheit einfach und unterhaltsam erklärt, sodass es auch der Anfänger verstanden hat.

Wir haben also eine Lücke im Markt gefunden, die wir bedienen konnten und uns darum eine Brand aufgebaut.

Zusätzlich zu unseren Bemühungen auf LinkedIn haben wir aber auch noch auf anderen Kanälen dafür gesorgt, dass man unsere Marke kennt:

  • Ein Blog
  • Podcast-Auftritte
  • Gast-Beiträge auf anderen Seiten
  • Öffentliche Vorträge

Je bekannter deine Marke, desto größer dein Experten-Status. LinkedIn zahlt auf dein SEO ein und dein SEO auf dein LinkedIn. Je mehr Autorität du auch außerhalb von LinkedIn aufbaust, desto eher wird LinkedIn dich auch als Experten sehen.

Das hat unter anderem auch dazu geführt, dass der Wiley-Verlag auf uns zukam und uns fragte, ob wir ein Buch »Barrierefreie Website für Dummies« für sie schreiben wollen.

Um deine Marktlücke zu finden und dich für die richtigen Kunden mit der richtigen Brand zu positionieren, haben wir eine kleine Anleitung: 5 Schritte zur Positionierung.

Tipp 3: Vernetze dich und sei Teil deiner Community

Viele Punkte, die miteinander vernetzt sind. Netzwerken ist wichtig, um LinkedIn-Top-Voice zu werden.

Vernetze dich mit anderen Experten in der Szene und baue dir eine Community auf.

LinkedIn schätzt es natürlich, wenn Leute mehr Zeit auf ihrer Plattform verbringen und du solltest dazu beitragen, dass Leute das tun.

Das tust du unter anderem dadurch, dass du aktiv mit den Leuten schreibst und echte Beziehungen aufbaust.

Das gibt LinkedIn das Signal, dass auch andere Experten deine Meinung wertschätzen und dich respektieren und deine Autorität dadurch wächst.

Tipp 4: Vernetze dich mit der LinkedIn-Redaktion 

LinkedIn hat ein Redaktions-Team, das aktiv auf LinkedIn unterwegs ist. Sie schreiben unter anderem die LinkedIn-DACH-News.

Mit diesem Team vernetzt zu sein und es auch zu schaffen, in den DACH-News aufzutauchen, hilft dabei, deinen Experten-Status auszubauen.

Die DACH-News auch aktiv taggen oder ihnen einen Beitrag senden, wenn man glaubt, er ist relevant für sie.

Tipp 5: Werde Teil des LinkedIn-Editorial-Programm

Vor zwei Jahren hatte LinkedIn noch ein Editorial-Programm, das von dem Redaktions-Team geleitet wurde und an dem man teilnehmen konnte. Da haben sie so einige gute Ratschläge geteilt, wie man in den DACH-News landet oder den Content mehr auf den Schirm des Redaktions-Teams bringt.

Leider habe ich nicht gefunden, ob es zurzeit noch etwas Vergleichbares gibt.

Tipp 6: Erstelle Inhalte, bei denen alle mitsprechen können

Ein Stern, der deine Nische repräsentiert und 3 andere Formen, für andere Nischen. Dein Content sollte auch für andere Nischen interessant sein.

Natürlich ist es hilfreich, wenn du Themen hast, bei denen auch Leute außerhalb deiner Nische mitreden können.

Das hilft, damit dein Content auch an Leute gepusht wird, die bisher noch keinen Kontakt mit dir und deinen Inhalten hatten.

Je mehr Leute außerhalb deiner Nische mit deinem Thema mitreden können, desto wahrscheinlicher ist es, dass dein Post viral geht.

Ein Beispiel in der Barrierefreiheit waren »Alt-Texte für Bilder«.

Zu diesem Thema haben sehr viele Leute etwas zu sagen, auch die dich nichts mit Barrierefreiheit zu tun haben und auch keine Webseiten bauen.

Alt-Texte beschäftigen jeden, der digital Inhalte erstellt (und auch auf LinkedIn postet). Deswegen ist das Thema universell relevant und das sieht man auch immer wieder, wenn wir Post darüber einstellen. Hier ein Post meiner Mitgrünerin Nina über Alt-Texte mit mehr als 500 Likes.

Darum die Frage an dich: Welche Themen sind für deine Nische relevant, finden aber auch außerhalb davon Anklang?

Tipp 7: Kein Rage-Bait und keine Algo-Hacks!

Du willst als Experte erkannt werden und nicht als Click-Baiter. Mit Rage-Bait, witzigen Kommentaren und Ähnlichem schaffst du es vielleicht, kurzweilig mehr Reichweite zu bekommen.

Langfristig schaden solche Taktiken aber mehr deinem Ruf, als dass sie ihn fördern.

Tipp 8: Poste immer und immer wieder nur über dein Thema

Ein Stern, der sich oft wiederholt und symbolisert, dass man bei einem Thema bleiben soll, um LinkedIn-Top-Voice zu werden.

Ein extrem wichtiger Punkt, der oft ignoriert wird: Du willst mit deiner Nische in Verbindung gebracht werden. Dann poste auch nur das, was dich damit in Verbindung bringt.

Die Leute, die dir folgen, folgen dir, weil sie etwas über dein Thema erfahren wollen. Dann liefere ihnen auch Informationen dazu.

Viele Leute posten über alles Mögliche, was sie interessiert:

  • Sie schreiben Kommentare zu Beiträgen, die nicht mit ihrer Nische zu tun haben
  • Posten über Dinge, die nichts mit ihrer Nische zu tun haben
  • Und geben Likes auf Beiträge, die nichts mit ihrer Nische zu tun haben

Deine Follower sehen, was du postest, kommentierst und likes

Je verwaschener dein Signal, desto weniger wirst du als Autorität für deinen Bereich wahrgenommen.

Darum: Bleib bei deinem Thema, in allem, was du auf LinkedIn tust!

Tipp 9: Wie relevant ist dein Thema?

Zu guter Letzt: Wie aktuell ist dein Thema?

Aktuelle und relevante Themen haben es immer leichter. Das ist aber natürlich ein Punkt, der ein wenig außerhalb deiner Kontrolle liegt.

Heutzutage wäre es wesentlich schwerer, Top-Voice für digitale Barrierefreiheit zu werden, weil das Thema nicht mehr so heiß ist, wie vor 2–3 Jahren.

Das heißt nicht, dass du in einer nicht-trendigen Nische nicht auch Top-Voice werden kannst. Es kann nur sein, dass es einfach länger dauert, dahinzukommen.

Zum Beispiel ist es wahrscheinlich gerade einfacher mit gutem, einzigartigem Content für »GEO« Top-Voice zu werden, als mit Content über SEO.

Dennoch, sucht LinkedIn ja Top-Voices in ihrer Nische, und je größer deine Autorität und je besser dein Content ist, desto mehr Chancen hast du, Top-Voice zu werden.

Zusammenfassung: So wirst du LinkedIn-Top-Voice

Die drei größten und wichtigsten Faktoren, um Top-Voice zu werden sind:

  1. Mehrwert liefern
  2. Netzwerk aufbauen
  3. Brand-Authority etablieren

Je mehr Content du auf verschiedenen Kanälen lieferst, den deine potenziellen Kunden feiern, umso wahrscheinlicher ist es, dass dich die LinkedIn-Redaktion für eine wichtige Stimme in deiner Nische hält.

Und wenn wir dir dabei helfen sollen, dich so zu positionieren, dass dein Content das erreicht, schreib uns eine Mail an hallo@gehirngerecht-positionieren.de

Tobias Roppelt lächelt in die Kamera.

Über Tobias Roppelt

Hi, ich bin Tobias, Gründer von Gehirngerecht Digital. Ich kümmere mich um unsere (und vielleicht mal deine) Strategie und Positionierung!

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Häufig gestellte Fagen

  • Brauche ich viele Follower, um Top-Voice zu werden?

    Kommt darauf an, was »viele« für dich bedeutet. Ich habe aber schon LinkedIn-Top-Voices mit 1–2.000 Followern gesehen. 

  • Was mache ich, wenn es schon eine Top-Voice in meiner Nische gibt?

    Schauen, was sie macht und was du besser machen kannst! Es kann aber mehrere Top-Voices in einer Nische geben.

  • Was bringt es mir, LinkedIn-Top-Voice zu sein?

    Was LinkedIn selbst angeht, nicht sehr viel. Du bekommst ein paar kleine Premium-Features aber sonst nichts (auch nicht mehr Reichweite).

    Für deinen Außenauftritt bringt es dir aber natürlich sehr viel Social Proof. 

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