Inbound-Marketing ist das hippe Wort für: Kunden durch Inhalte zu begeistern und dadurch eine beliebte Marke aufzubauen. Inbound-Marketing hat das Ziel, potenzielle Kunden mit wertvollen Inhalten dazu zu bringen, dein Angebot kaufen zu »wollen«.
Durch wertschaffende Inhalte machen wir Kunden im richtigen Moment auf uns aufmerksam: Wenn sie bereits Interesse an dem Thema haben und nach Informationen suchen. Typische Beispiele sind Blogartikel (schön, dass du auf unserem Blog bist!) oder YouTube-Videos.
Im Gegensatz zu Sales-Aktivitäten oder Werbung »stören« wir Menschen also nicht, indem wir sie ungefragt anrufen oder sie beim Anschauen süßer Katzenbilder im Social-Media-Feed unterbrechen.
Wir wollen sie eher bereichern, indem wir ihnen zur richtigen Zeit die passenden Inhalte geben!
Warum ist Inbound-Marketing wichtig?
Inbound-Marketing ist wahnsinnig effektiv, um eine Brand zu etablieren, Vertrauen aufzubauen und Kunden langfristig an sich zu binden.
Positives Image

Sales-Aktivitäten und Werbung haben immer einen negativen Beigeschmack. Wir haben das Gefühl, dass uns etwas aufgedrängt wird.
Im Gegensatz dazu kümmert sich Inbound-Marketing erst mal nicht darum, den Leuten etwas zu verkaufen, sondern einfach wertvolle Inhalte zu liefern.
Da Leute durch diese Inhalte etwas lernen, unterhalten werden oder vielleicht sogar beides, hilft Inbound sehr dabei, bei dem potenziellen Kunden ein positives Gefühl in Bezug auf deine Marke zu hinterlassen.
Einen USP durch Persönlichkeit schaffen
Inbound-Marketing ist ein Traum, wenn es darum geht, sich durch Persönlichkeit von der Konkurrenz abzuheben. (Dazu braucht die Marke allerdings auch Persönlichkeit und keine KI.)
Wenn deine Inhalte menschlich sind und deine Persönlichkeit (Werte, Einstellungen, Stil) als Selbstständiger oder die deines kleinen Teams widerspiegeln, ist das schon oft ein Grund, warum potenzielle Kunden sich für dich entscheiden.
Wie immer: Menschen kaufen von Menschen. Und je mehr Bezug sie zu dir finden, desto wahrscheinlicher ist es, dass sie dir vertrauen und mit dir arbeiten wollen.
Oder, wie es Naval Ravikant so schön sagte:
“You can escape competition through authenticity, when you realize that no one can compete with you on being you.“
Kosten für Leads reduzieren

Inbound-Marketing kann langfristig die Kosten der Leads maßgeblich reduzieren.
- Begeisterte Konsumenten deiner Inhalte teilen diese auch gerne. Was dazu führt, dass dein Content sich von selbst multipliziert.
- »Noch Unentschlossene« können über einen Newsletter langsam überzeugt werden. Was die Kosten für das Finden von potenziellen Interessenten reduziert.
- Du musst nicht für jedes neue Angebot, das du entwickelst, neue Kunden finden, weil du schon einen Stamm begeisterter Fans hast.
Inbound-Marketing hilft dir also, nicht jedes Mal bei Schritt eins anzufangen. Du hast bereits einen Kundenstamm und viele potenzielle Kunden, zum Beispiel in einer E-Mail-Liste.
Viele warten vielleicht nur auf dein nächstes Produkt/Service etc., das genau ihre Needs trifft, um endlich bei dir zu kaufen. (Wir sprechen aus Erfahrung von unserem Newsletter über digitale Barrierefreiheit.)
Wie funktioniert Inbound-Marketing?
Der Kern von Inbound-Marketing besteht darin, Kunden für dich und dein Angebot zu begeistern, damit sie zu dir kommen, um von dir zu kaufen.
Dazu nutzt man das Konzept des sogenannten »Inbound-Marketing-Funnels«. Ein Inbound-Marketing-Funnel besteht aus folgenden 3 Dingen:
- Top of the Funnel: Hier machst du Kunden auf dich Aufmerksam
- Middle of the Funnel: Hier bespielst du die noch Unentschlossenen langfristig mit wertvollen Inhalten
- Bottom of the Funnel: Hier verkaufst du dein Angebot

Du startest also damit, dass du Inhalte auf gewissen Plattformen (Blog, YouTube, LinkedIn etc.) ausspielst, damit Leute erst mal auf dich und dein Angebot aufmerksam werden.
Dann fütterst du sie nach und nach mit wertvollen Inhalten. (Das kann auch über den Blog, YouTube, Follower oder über einen E-Mail-Newsletter passieren.)
Schlussendlich ermöglichst du ihnen, dein Angebot auch zu kaufen über einen Check-out-Prozess oder ein persönliches Gespräch.
Inbound-Marketing ist am Anfang etwas zäh. Es dauert ein wenig, bis die Inhalte erstellt sind, bei YouTube oder Google gefunden werden oder über Social Media Leute auf dich aufmerksam werden. Allerdings: Sobald es mal läuft, dann läuft es!
Wie starte ich mit Inbound-Marketing?
Eigentlich ganz einfach: Erstelle wertvolle Inhalte und verbreite sie! Schreib ’nen Blog-Post. Mach ein YouTube-Video. Erstelle einen LinkedIn-Post.
Inbound-Marketing ist an sich nicht schwer.
Die Schwierigkeiten bei Inbound-Marketing sind:
- Konsistent dranbleiben
- Geduldig sein
- Verschiedene Dinge ausprobieren
- Die eigene »Stimme« finden und nicht das sagen, was alle anderen sagen
Inbound-Marketing dauert Zeit. Es kann teilweise 3–6 Monate dauern, bevor man (große) Erfolge sieht. Und die meisten geben auf, bevor es überhaupt losgeht.
Wir lassen uns schnell entmutigen, wenn wir keine sofortigen Erfolge sehen und überzeugen uns dann selbst davon, dass es bestimmt eine andere, viel schnellere Methode gibt.

Dann versuchen wir das neue »50-Kunden-in-nur-2-Tagen-Sales-System« oder den »Instagram-Werbungs-Algorhitmus-Hack für 100 Anfragen über Nacht«. Bis wir 2 Monate später und 5000 € ärmer wieder am Anfang stehen.
Wenn du im Detail wissen willst, wie du mit Inbound-Marketing anfängst, haben wir hier einen Artikel über 10 Schritte, wie du deine Online-Sichtbarkeit durch Inbound-Marketing erhöhst.
Welche Kanäle sind die besten für Inbound-Marketing?
Welcher Kanal für dich optimal ist, kommt auf deine Zielgruppe und dein Angebot an. Was du zuerst tun solltest, bevor du dich intensiv mit Inbound-Marketing auseinandersetzt, ist, an deiner Positionierung zu arbeiten. Dafür haben wir zum Beispiel ein kostenloses Whitepaper oder du erfährst mit unseren Positionierungs-Kriterien mehr.
Hilfe bei der Positionierung?
Wir finden heraus, welche Nische zu dir und zu deinem Angebot passt und sorgen dafür, dass deine ideale Zielgruppe dein Angebot sofort versteht, Vertrauen aufbaut und sich für dich entscheidet.
Wenn du im B2B-Bereich unterwegs bist, dann ist LinkedIn eine gute Wahl. Wenn du an Konsumenten verkaufst, hast du vielleicht eher auf Instagram oder TikTok mehr Erfolg.
Ob Video-Format, Podcasts, Blogeinträge oder Bilder für dich am besten geeignet sind, ist eine Frage deiner Zielgruppe und deiner Brand an sich. Ein paar Inspirationen findest du in unserem Artikel über 5 gute Beispiele für erfolgreiches Inbound-Marketing.
Wir sind sehr erfolgreich damit, Inhalte einfach verständlich herunterzubrechen und sie mit ein bisschen Humor zu schmücken. Außerdem funktionieren Bilder im Infografik-Stil für uns super, um Google-Rankings und LinkedIn-Likes abzustauben!
Das kommt aber alles aus unserer Markenstrategie. Unsere ganze Markenkommunikation soll ausstrahlen, dass wir komplexe Themen leicht verständlich und unterhaltsam lehren können. Praktisch: Edutainment. (Entertainment + Education)

Mit dieser Marketing-Strategie sind wir selbst zur LinkedIn-Top-Voice geworden.
Ist Inbound-Marketing für jeden geeignet?
Inbound-Marketing kann für jede Firma schon alleine aufgrund der Markenbildung interessant sein.
Wenn es aber um die reine Leadgenerierung geht, gibt es Business-Modelle, für die Inbound-Marketing vorteilhafter ist, als für andere.
Unserer Meinung nach funktioniert Inbound-Marketing am besten für:
- Beratung
- Schulungen/Workshops
- Onlinekurse
- Coaches
- Künstler (Videograf, Fotograf, Comiczeichner etc.)
- Osteopathen, Physiotherapeuten etc.
- Marketing
- Software as a Service (SaaS)

Im Prinzip funktioniert Inbound-Marketing dann richtig gut, wenn man eine Dienstleistung verkauft, die viel Expertise voraussetzt und/oder man sich selbst als Person verkaufen will.
In diesen Fällen helfen dir deine Inhalte dabei, dass deine potenziellen Kunden sich von dir, deiner Expertise und deiner Person überzeugen können, um dann von dir einen Kurs, einen Workshop, eine Beratung oder Ähnliches zu kaufen.
Was du über Inbound-Marketing allerdings nur schwer verkaufen wirst, ist hochkomplexe Individuallsoftware oder sehr spezialisiertes Fachwissen, wie im Maschinenbau.
Hier sind sowohl die Informationsbeschaffung als auch die Entscheidungsprozesse einfach komplett andere. Da googelt man nicht einfach mal, um sich zu informieren oder schaut sich ein YouTube-Video an, um sich dann eine Software im Wert von 1,3 Millionen entwickeln zu lassen. (Okay, wir geben offen zu: Wir haben es auch noch nie probiert. Falls du, lieber Leser, gerade zufällig 1 Million Euro für eine Software ausgeben willst, melde dich!)
Brauche ich eine Nische für erfolgreiches Inbound-Marketing?
Eine Nische im Markt zu finden, kann extrem hilfreich sein, um mit Inbound-Marketing Erfolg zu haben. Alleine schon deswegen, weil die Konkurrenz nicht so groß ist und es wesentlich einfacher ist, mit Content zu ranken.
Es ist unmöglich, am Anfang gegen Firmen anzukommen, die eine riesige Website mit viel Traffic und Vertrauen von Google haben. Wir kommen mit dem Begriff »Positionierung« zum Beispiel nicht weit, weil wir gegen Firmen wie Brevo oder die Gründerplattform ankämpfen müssen.
Darum hilft es, eine Nische zu haben und Nischenthemen zu behandeln, weil die Chancen, dass du für sie rankst und gefunden wirst, natürlich wesentlich größer sind.
Mehr dazu, warum eine Nische sehr hilfreich für dich und den Start in einen Markt sein kann, findest du hier: Wie du deine Nische findest.
Inbound-Marketing vs. Outbound-Marketing: Was ist der Unterschied?
Inbound-Marketing heißt, gute Inhalte zu erstellen, die Leute begeistern und anziehen, damit sie von dir kaufen wollen. Man fängt Leute an dem Punkt ab, wenn sie ohnehin schon Interesse an den Inhalten haben und danach suchen (z. B. auf Google oder YouTube). Die Leads, die man dadurch generiert sind sogenannte »heiße Leads«. Sie haben bereits Interesse an dem Thema und dem Produkt und wollen von sich aus mehr darüber erfahren.
Im Gegensatz dazu ist Outbound-Marketing »aufdringlicher«. Im Outbound-Marketing nutzt man Werbung, Cold-E-Mails, Cold-Calls und Weiteres, um die Leute auf das eigene Angebot aufmerksam zu machen. Diese Leads sind »kalt«, weil sie bis zu dem Zeitpunkt gar kein Interesse an dem Angebot oder Produkt hatten und sich eigentlich gerade mit etwas anderem beschäftigen. Man muss hier also wesentlich mehr Überzeugungsarbeit leisten, um Interesse an dem eigenen Angebot zu wecken.